Die Nachbarschaft des Flughafen Essen/Mülheim

Stadtquartiere haben als städtebauliche Handlungsräume eine herausragende Bedeutung. Auf dieser räumlichen Ebene werden die Lebens- und Umweltqualitäten unserer Städte konkret erlebbar. Quartiersbezogen gelten der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen, die Reduzierung der Verdichtung bereits bebauter Flächen und der Bodenversiegelung sowie der Erhalt bzw. die Vernetzung klimawirksamer Freiflächen als bedeutende Entwicklungsziele.
In diesem Zusammenhang haben auch die großen und weitgehend naturbelassenen Freiflächen der Flughäfen einen hohen Stellenwert.

"Der Flughafen ist ein Bestandteil unseres Daseins in Essen-Haarzopf, genauso wie in Mülheim-Raadt"

Olli Ostermann (Anwohner aus Haarzopf)

In direkter Nachbarschaft liegen die Stadtteile Haarzopf und Fulerum (zusammen mit knapp 11.000 Einwohnern) auf Essener Seite und Holthausen mit Raadt (ca. weitere 13.000 Einwohner) auf Mülheimer Seite. Die Stadtteile sind mit dem Flughafen gewachsen und haben sich an die Gegebenheit angepasst.
In den vier Stadtteilen ist ein stetiger Bevölkerungszuzug zu verzeichnen. Der Flughafen wird im direkten Wohnumfeld mit wenigen Ausnahmen nicht als störend empfunden. Im Gegenteil zieht die grüne und erholsame Stadtrandlage die Bevölkerung in diese Region. In der Folge ist eine starke Nachfrage nach Wohnraum zu verzeichnen. Im Nahbereich des Flughafens liegen das Rumbach-, das Hölter- und das Ruhrtal, Felder, Wiesen und Wälder. Die Menschen aus Essen und Mülheim nutzen diesen Bereich, gerade jetzt, da die Freizeitgestaltung zurzeit nur sehr eingeschränkt möglich ist, ausgiebig zur Naherholung.

Die Stadtteile rund um den Flughafen sind durchzogen von Natur und Grün, so dass große Teile der Landschaft einen hohen Freizeitwert bieten.
Über viele Jahrzehnte hinweg ist der Flughafen zu einem unverzichtbaren und prägenden Element des Stadtquartiers gewachsen. Die Menschen in seiner Umgebung sind stolz, „Theo“ zu beherbergen, welcher mittlerweile ein überregionales Wahrzeichen geworden ist, und froh über die klimatologische Goldader in ihrer Mitte, in der sie gerne ihre Freizeit verbringen.

"Man kann es hier noch als heile Welt beschreiben ... wo man noch dem Hasen abends gute Nacht sagt und dann mit den Kindern vollbehütet nach Hause geht. Es ist dieses Grüne, man kann ins Ruhrtal runter und das ist einfach das angenehme hier. "

Oliver Noack (Anwohner aus Mülheim Raadt)